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Dirk Reinartz
New York 1974
 




Die Ausstellungsreihe Dirk Reinartz zu Ehren eröffnet am 15. September, dem 60. Geburtstag des Fotografen und präsentiert erstmals die Serie New York 1974. Gleichzeitig erscheint im Steidl-Verlag die einst von Reinartz begonnene und nach seinem Tode von Karin Reinartz vollendete gleichnamige Buchveröffentlichung. Zur Eröffnung von 17 bis 19 Uhr spricht Ulf Erdmann Ziegler, Frankfurt, zum Werk von Dirk Reinartz.

Die in den Ausstellungshallen der Galerie m gezeigten Vintageabzüge, die während zweier privater Reisen im Jahr 1974 in New York entstanden, sind als vollständige Serie zu sehen. Damals war der 27-jährige als jüngster Fotoreporter für den Stern tätig. Dirk Reinartz’ wacher Sinn für den Rhythmus und die Architektur Manhattens, sein humorvoller und doch präziser Blick auf die Menschen in der Stadt, sein Verständnis für Komik und Tragik zugleich, lassen ein vielfältiges und faszinierendes Bild des New York der frühen 70er Jahren entstehen.

Er hatte die Fähigkeit, die überwältigende Architektur des Stadtbildes mit ihren Wolkenkratzern, Häuserschluchten und Baustellen ebenso ins Visier zu nehmen, wie nahe liegende Details der Straßen und Viertel mit den Menschen darin - er ist damit dem Genre der „Streetphotographie“ im besten Sinne verpflichtet.

Reinartz gelang es mit dieser Serie auch, die Stimmung der amerikanischen Bevölkerung in den 70ern, die durch Ölkrise, Vietnamkrieg, der damit einhergehenden Rezession und steigenden Arbeitslosigkeit, sowie politische Skandale geprägt war, im Bild zu bannen.

Charakteristisch sind die zahlreichen Menschen, die im Bild festgehalten sind. Dirk Reinartz scheint auf seiner ersten Reise nach New York einerseits gefangen zu sein von der Anonymität der Menschenmassen im New Yorker Stadtbild und andererseits von dem, besonders wohl für einen jungen Deutschen ungewöhnlichen Individualismus Einzelner.

Dirk Reinartz formulierte dies in einem Gespräch so: „Der Einzelne war mein Thema“