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François Perrodin | Standing Solids


70.4, 2016



Ausstellungsansicht, 2016

Der 1956 geborene und in Paris lebende Künstler François Perrodin präsentiert vom 28. April bis zum 30. Juli neue Arbeiten in der Galerie m Bochum. Perrodin, der zuletzt 2014 mit monochromen Wandobjekten zu sehen war, zeigt in der aktuellen Ausstellung Standing Solids skulpturale Arbeiten, die als Einzelwerke konzipiert, gemeinsam jedoch als ortsspezifische Rauminstallation entwickelt wurden.

Die in der First Gallery zu sehenden monochrom weißen Skulpturen sind, wie das gesamte Œuvre François Perrodins, strikten Regeln der Gestaltung unterworfen: das Konzept des Künstlers beruht auf genauen Berechnungen, die das proportionale Verhältnis der Formen seiner Skulpturen bestimmen. Der Ausgangspunkt ist immer eine geometrische Grundform, die der Künstler nach diesem berechneten System modifiziert und daraus eine Vielzahl von Variationen zu finden versucht.
Auch die in Bochum ausgestellten Skulpturen basieren auf einem gemeinsamen Grundkonzept: Die Form der vier Würfel variiert Perrodin mit vier festgelegten Einschittsgrößen, die wechselnd kombiniert werden. Dabei beziehen sich die einzelnen Körper unmittelbar aufeinander, denn alle Ecken werden von der gegenüberliegenden Skulptur gespiegelt. Infolgedessen ergibt sich innenliegend zwischen den vier Arbeiten ein quadratisch definierter Raum. Zudem sind die Arbeiten im Ausstellungsraum zentriert positioniert, wodurch der Künstler die Wirkung des Raumes verändert und seine quadratischen Form bewusst macht.

Perrodin interessiert sich für die Sehgewohnheiten des Betrachters, die einem Reflex der Harmonisierung, der Ordnung und der Kategorisierung folgen und die scheinbar asymmetrischen Plastiken in eine Symmetrie zu bringen versuchen. Mit den Skulpturen der Werkgruppe Standing Solids thematisiert François Perrodin in der für ihn typischen minimalistischen Formensprache Ortspezifik, Proportion und Asymmetrie, Serialität und Variationsreichtum.