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Melanie Manchot


Haus / House, 2011, 66,6 x 100,2 cm




Richterhaus / Judges' Cabin, 2011, 101 x 128,5 cm




Sprüh / Spray II, 2011, 35,2 x 49,5 cm




Ansicht / View, 2011, 101 x 128,5 cm

LEAP after The Great Ecstasy
Die neue Videoinstallation und Fotoserie von Melanie Manchot

8. April – 2. Juli 2011

Ausstellungseröffnung am Freitag, den 8. April von 18 bis 20 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.

Die Galerie m stellt Melanie Manchots neueste Videoarbeit LEAP vor. Melanie Manchot begleitete im Dezember 2010 den jährlichen Skisprung Weltcup auf der weltgrößten natürlichen Schanze in den Schweizer Bergen.

LEAP, auf Deutsch „Sprung“, vereint Szenen rund um den dramatischen Moment des Sportereignisses: Die zehn Sekunden des Fliegens, in denen der Mensch scheinbar der Schwerkraft entflieht. Die Filmaufnahmen konzentrieren sich auf verschiedene Facetten: das in die Berglandschaft integrierte Sportgelände, die Kommentatoren, Juroren und die Skispringer. Melanie Manchots Installation zeigt die Filmsequenzen gleichzeitig auf mehreren Leinwänden und Bildschirmen.

In Nachtaufnahmen betrachtet Manchot die Gebirgslandschaft und darin die Manipulation der Natur für den großen Sprung. Den stillen Bildern haftet zugleich die Spannung der Vorbereitungen an, die in Nahaufnahmen der Skispringer tagsüber kurz vor dem Absprung ihren Höhepunkt erreicht: Die Linse ist auf die Helme und Gesichter der Skispringer gerichtet, ihre Mimik offenbart höchste Konzentration.
Manchot verstärkt die Atmosphäre des Ortes durch die starke Fokussierung der Kamera: Das Porträt der Skispringer hebt sich scharf von dem verschwommenen Hintergrund ab – in sich versunken, von den äußeren Geschehnissen unberührt.
Das eigentliche Ereignis des Weltcups, der Flug der Sportler, nimmt zeitlich den geringsten Teil der Sportgroßveranstaltung ein – Melanie Manchot markiert den Moment des Schwebens als unheimliche Leerstelle nach dem zischenden Rauschen des Anlaufs.

Die Videoarbeit wird von einer fotografischen Serie begleitet, die den Ort des Wettkampfes in den stillen Stunden der Nacht und der Dämmerung porträtiert. Alle Aktivitäten auf der Anlage sind erloschen und bei schwindendem Tageslicht, gemischt mit Flutlicht, werden die Spannungen und Verbindungen zwischen der gewaltigen Bergwelt und dem künstlichen Eingriff, zwischen dem Außergewöhnlichen und dem Alltäglichen besonders deutlich. Die Fotografien setzen den Ort fast porträthaft in Szene, stellen ihn selbst in den Vordergrund, geben ihm Aufmerksamkeit und Fortdauer.







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